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Die Geschichte der Irlicher Feuerwehr
17. Jahrhundert
Beschaffung der ersten Handdruckspritze in Irlich, von Hand fahrbar und mit Ledereimer zu füllen.
1875 Unter dem Kommando von Spritzenmeister Härtling, Rodenbacher Straße, bekämpfen die
ortsansässigen Handwerker die Brände. Die erwachsenen Söhne des Spritzenmeisters stellen die “Haupthülfe beim Brande”.
1882 Auf Anordnung des Spritzenmeisters Härtling wird ein Floß gebaut zur
Aufnahme der Feuerspritze, um auch die Häuser im Hochwassergebiet schützen zu können.
1897 - Im März Gründung der Irlicher Feuerwehr. 30 Mitglieder treten der ”Uniformierten Freiwilligen
Feuerwehr” bei. Karl Busch wird zum Oberführer gewählt und von Bürgermeister Bidgenbach bestätigt.
1901 - 14. Juli
Am Rhein wird die von der Gemeinde neu beschaffte Spritze ausprobiert und für gut befunden.
1904 - 28. März Großbrand im Hause des Joh. Refgen
1909 - 18. August
Brand am Kirchturm infolge Blitzschlag
1911 - 18. Mai Großbrand bei Heinrich Walsdorf, Rheinstr. 10
1914 - 1. November
Großbrand in der Verbandsstoff-Fabrik Lüscher & Bömper.
1918 - 14. Januar Großbrand in der Schreinerei von Peter Wittschläger
1922 - 19. März
Erste Übung am neuen Steigerturm auf dem Schulhof
1922 - 28. Mai 25-jähriges Gründungsfest, verbunden mit der Verbandstagung des Kreises Neuwied.
Hierzu vermerkt die Chronik: ”einen solchen Menschenzustrom hatte Irlich noch nie erlebt”. Zu diesem Fest wird eine Standarte beschafft. Hierzu gehen Spenden in Höhe von 3.584 Mark ein.
Im Kassenbuch ist vermerkt, dass das Fest mit einem Überschuss von 4.329,10 Mark abgeschlossen wird.
1924 - 4. - 10. November Hochwasserkatastrophe. Die Wehr ist Tag und Nacht im Einsatz.
1925 / 1926 - 28. Dezember - 4. Januar Bei Hochwasser ist die Wehr wieder Tag und Nacht im Einsatz.
1927 - 7. / 8. Mai
Zum 30 - jährigen Jubiläum stiften die Frauen eine Standarten - Schleife. Laut Kassenbuch werden hierfür 120 Mark gespendet.
1929 - Juli
Die Gemeinde beschafft eine von Hand fahrbare mechanische Leiter
1929 Es wird ein zweiter Löschzug gebildet. Die Wehr zählt 63 aktive Kameraden. Der 2. Löschzug besteht bis 1934
1942
Die Wehr ist 75 mal in Alarmbereitschaft bei Fliegeralarm
1943 Die Wehr ist 125 mal in Alarmbereitschaft bei Fliegeralarm. Parallel dazu verläuft die Ausbildung der ”Ersatzmänner, der
Feuerwehrschar und der Frauenabteilung”.
1944 - 19. April Brand durch Bombenabwurf in der Scheune Heinemann
1944 - 3. September Alarm beim Abschuss eines Bombers am Talweg
1944 - 3. November Schwerer Bombenangriff auf Irlich. Die insgesamt 9 Brandstellen werden mit 34 Mann, bestehend aus Aktiven, Ersatzmänner und Jungmänner bekämpft.
Auch die Nachbarwehren Wollendorf, Niederbieber, Rodenbach und Neuwied sind zur Nachbarschaftshilfe herbeigeeilt.
1946 - 4. August
Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg. Neuwahl des gesamten Vorstandes.
1947 - 6. / 7. September 50 - jähriges Jubiläum der Wehr. Ehrenbrandobermeister Busch überreicht die von ihm verfasste
Chronik. Die Chronik wird ab 1953 von Willi Damen weitergeführt.
1947 - 22. Dezember Schweres Eisenbahnunglück. Einsatz der Wehr bei der Bergung von Toten und Verletzten. Es sind 41 Tote und
über 100 Verletzte zu beklagen.
1953 - 20. Dezember Wegen ”Personalmangels” soll eventuell eine Pflichtfeuerwehr von der Gemeinde eingesetzt werden.
1955 - Januar
Die Wehr ist drei Tage im Hochwassereinsatz
1956 - Januar Wieder mehrere Tage Hochwassereinsatz. Die Gemeinde beschafft ein Schlauchboot.
1956 - März
Einsatz wegen Hochwasser mit Eisgang
1957 - 28. / 29. September Feier des 60 - jährigen Bestehens mit grosser Geräteausstellung am Rhein. Festabend im Saale Härtling.
Als neues Fahrzeug wird ein TLF-T (VW-Bus) in Dienst gestellt.
1959 - 10. Oktober Einweihung des neuen Gerätehauses an der Marienstraße
1967 - 23. / 24. September
Das 70 - jährige Jubiläum wird mit einer großen Schauübung an der Grundschule eröffnet, abends ist Festkommers im Saale Härtling, sonntags Kirchgang und Frühschoppen.
1969 - 29.Juli Im
Zuge der Vewaltungsreform erfolgt die Eingliederung der Freiwilligen Feuerwehr Irlich als Löschzug 3 in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Neuwied.
1970 - Februar / März/April
Zahlreiche Hochwassereinsätze
1970 - 17. November Gefährlicher Brand in der Drogerie Hermann am Weiherplatz. Zahlreiche Spraydosen ”gehen hoch”.
1972 - 27. / 28. Mai
75 - jähriges Jubiläum mit einer eindrucksvollen Geräteschau an der Feuerwache. Festabend im Saale Härtling. Mit dem Kirchgang am Sonntag und einem Frühschoppen klingt das Fest aus.
1976 - 3. November Großbrand an der Post in Feldkirchen. Wir rücken zur Nachbarschaftshilfe aus. Es liegt Brandstiftung vor, eine Leiche wird im Keller geborgen.
1976 - 6. November
Großbrand im Furnierwerk Hobraeck in Neuwied. Alle Löschzüge der Stadt Neuwied sind im Einsatz sowie die Nachbarwehren aus Weißenthurm, Bendorf, Andernach und Flugplatz Mendig. Wasserförderung max. ca. 12.500
Liter/Minute!! Unser Löschzug ist zur Brandbekämpfung und zur Abschirmung eines Lagers mit Nitro-Lacken eingesetzt.
1977 - 7. - 14. Mai Festwoche zum 80 - jährigen Bestehen. Beginn mit
einem Tag der offenen Tür und einer vielbeachteten Ausstellung. Abscluß und Höhepunkt ist eine groß angelegte Schauübung an der Grundschule.
Die Fortführung der in Vergessenheit geratenen Chronik übernimmt Werner Merkler.
1977 - 31. August Großbrand auf der Ausstellung IHAGA in Neuwied. Fünf Löschzüge mit 100 Mann sind im Einsatz.
Die Löschkanone auf dem alten TLF bewährt sich bei ihrem letzten Einsatz.
1977 - 10. - 14. November Unvergessliche Berlin - Reise der aktiven Wehr mit Frauen. Auf dieser Reise reift der
Entschluß, alle zwei Jahre eine mehrtägige Reise zu unternehmen.
1978 - 1. März .Gründung der Jugendfeuerwehr
1979 - 27. März Das neue TLF (Tanklöschfahrzeug) wird in Dienst gestellt
1979 - 8.Juli
Großbrand bei der Firma Pauken (jetzt Real) in Mülheim-Kärlich. Wir rücken aus zur Nachbarschaftshilfe.
1979 - 5. - 10. September
Herrliche Fahrt aller Aktiven nach Zell am See (Österreich). Bei strahlendem Wetter erleben wir die grandiose Bergwelt.
1981 - 26. - 31. August
Zweite Reise nach Zell am See mit unvergesslichen Eindrücken
1983 - 14. Mai Wir haben Besuch aus Österreich. Die Freiwillige Feuerwehr St. Salvator / Kärnten lernt die Neuwieder
Feuerwehr und rheinische Fröhlichkeit kennen. Das neue Aluminium - Mehrzweckboot wird in Dienst gestellt.
1983 - April / Mai Insgesamt wieder 10 Tage Hochwassereinsatz.
Das neue Mehrzweckboot besteht die Feuertaufe.
1983 - 15. - 19. September Niederau in Tirol heisst das Ziel auf unserer diesjährigen Reise. Eine Tagestour führt uns u.a. nach Salzburg.
1985 - 27. August - 1. September Die Irlicher Feuerwehr auf Tour im schönen Zillertal. Für alle ein Erlebnis besonderer Art, auch dank des Bilderbuchwetters.
1985 - 18. Oktober
Gasexplosion in einem Wohnhaus in der Alemannenstraße. Das Haus wird völlig zerstört, das Ehepaar schwer verletzt. Die Frau erliegt später ihren Verletzungen.
1985 - 31. Oktober Dachstuhlbrand
in der eng bebauten Vogteistraße. Der Dachstuhl des Hauses Morschbach wird fast völlig zerstört. Dank unseres schnellen Eingreifens werden die angrenzenden Häuser nicht in Mitleidenschaft gezogen.
1987 - 22. - 24. Mai Feier des 90 - jährigen Bestehens, zu dem wir auch Kameraden aus St. Salvator (Österreich) und aus Montbéliard (Frankreich) begrüssen. Nach Gottesdienst und Totenehrung findet der
Festabend in der Schützenhalle statt. Schirmherr ist OB Karl-Heinz Schmelzer.
1987 - 3. - 7. September Nach Grassau am Chiemsee führt diesmal die grosse Feuerwehrtour.
1988 - 15. - 31. März Wiederum zahlreiche Hochwassereinsätze.
1988 - 4. Juni An der Feuerwache wird ein ebenerdiger, kleiner Anbau seiner Bestimmung übergeben.
Die beengten Verhältnisse in der Wache bessern sich etwas.
1988 - 16. - 24. Juli 10. Landeszeltlager der Jugendfeuerwehren aus Anlass des 10 - jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Neuwied. Rund um
das Professor-Hueppe-Stadion entsteht eine Zeltstadt für 650 Jugendliche aus Rheinland-Pfalz und aus dem benachbarten Ausland. Alle Löschzüge der Stadt Neuwied helfen tatkräftig bei der Organisation, allein der LZ
Irlich leistet über 1000 Stunden.
1988 - 19. November Offizielle Feier zum 10 - jährigen Bestehen der JF Neuwied
1989 - 13. Januar
Besondere Ehrung für Bernd Rick. Er führt seit nunmehr 25 Jahren den Löschzug Irlich.
1989 - 20. - 24. Mai
Die 7. grosse Feuerwehrtour führt uns zum 3. mal nach Zell am See. Eine weitere unvergessliche Reise bei Bilderbuchwetter.
1989 - 17. Juni
Grossbrand gestapelter Schrottautos in der Nähe der Fa. Dyckerhoff. Mehrere Löschzüge unterstützen den LZ 1.
1989 - 18. Juli
Wegen Erreichung der Altersgrenze scheidet BM Willi Busch als stellv. Löschzugführer aus. Nachfolger wird BM Werner Merkler.
1990 - Januar / Februar
Die Stürme Vivien und Wibke erfordern mehrere langwierige Einsätze. Zahlreiche Bäume müssen gefällt oder zersägt werden.
1990 - 16. Juli Gefährlicher Grosseinsatz auf der A61 bei Dieblich. Ein
Gefahrgut-LKW brennt und droht zu explodieren. Die BF Koblenz hat eine grosse Anzahl TLF angefordert.
1990 - 20. Juli
Wir unterstützen die Kameraden des LZ Feldkirchen bei einem grösseren Flächenbrand in einem aufgelassenen Weinberg.
1991 - 24. - 29. Mai Die 8. Feuerwehrtour führt uns nach Schladming. Wir besuchen
die Kameraden in St. Salvator. Die Rückfahrt über den Tauernpass bei Eis und Schnee wird keiner vergessen.
1991 - 1. September Grossbrand am Leutesdorfer Hang in Höhe des Bahnhofs. Mehrere
Wehren bekämpfen das Buschfeuer an dem steilen und felsigen Hang. Erst durch den Einsatz eines Bundeswehr- Hubschraubers mit Aussenlast Wasserbehälter kann das Feuer gelöscht werden.
1992 - 16. / 17. Mai Unter grosser Beteiligung der Bevölkerung wird das Fest zum 95 - jährigen Bestehen gefeiert. Nach 27 Jahren als Löschzugführer scheidet HBM Bernd Rick wegen Erreichung der
Altersgrenze aus und wird zum Ehrenlöschzugführer ernannt. Neuer Löschzugführer wird BM Hans-Dieter Lichtl. Beim Festabend tritt erst- und einmalig mit grossem Erfolg der Feuerwehr- Chor auf.
1993 - 15. - 19.Mai Die grosse Feuerwehrtour führt uns in den Schwarzwald nach Baiersbronn. Absoluter Höhepunkt ist der Hüttenabend im Grenzstüberl. Wir besuchen auch die Kameraden in Bischheim /
Strassburg.
1993 - 20. Dezember Die Wehr ist fast ständig im Hochwassereinsatz. Am 23. Dez. ist mit 10,44m am Pegel Andernach der Höchststand erreicht. Für viele Feuerwehrkameraden fällt
dieses Jahr Weihnachten aus.
1994 - Januar Erneutes Hochwasser hält uns wieder in Atem. Das Wasser erreicht jedoch nicht den Höchststand vom Dezember 1993.
1994 - 28. März
Im Stadtteil Rodenbach brennt der Saal der Gastwirtschaft ”Zur guten Quelle” ab. Wir unterstützen die Löscharbeiten des LZ Niederbieber.
1995 - 8. Januar Grossbrand in der ehem.
Holzhandlung Reinhard. Bei eisigen -8 Grad Celsius unterstützen wir den LZ Stadt. Noch während des Einsatzes werden wir zu 3 weiteren Brandstellen gerufen. Am Abend des gleichen Tages müssen wir einen
heftigen Kaminbrand in der Teutonenstraße bekämpfen. Sogar die äussere Kaminverschalung auf dem Dach fängt Feuer und wird von uns abgerissen.
1995 - 23.Januar - 3. Februar
Wieder sind wir fast rund um die Uhr im Hochwassereinsatz. Zum Glück gibt es keine grösseren Ölschäden wie 1993.
1995 - 20. - 24. Mai
Die 10. Feuerwehrtour führt diesmal nach Limone am Gardasee. Auch Venedig wird besucht.
1996 - 7. August Grossbrand Sägewerk van Roje in Niederbieber. Wir werden in Nachbarschaftshilfe tätig.
1996 - 13. August Schwerer Verkehrsunfall am Römerweg. 2 schwerstverletzte Personen müssen aus den zerstörten PKW´s befreit werden.
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